artfactory the story

 

Die Fragestellung die sich hinter dieser story  "artfactory a new kind of model" verbirgt, ist geprägt durch den Blickwinkel auf die generelle Integration in der Gesellschaft und auf die spezifische im Arbeitsmarkt von Personen des Spektrums Neurodiversität (insbesondere dem Spektrum Autismus).

Die Fragestellung nach Investitionen unserer Gesellschaft in Menschen die vor besonderen Herausforderungen stehen, in Menschen die anders denken, andere Lebenskonzepte favorisieren, die nicht im klassischen Sinn produktiv sein können (situativ, temporär oder gar über einen längeren Zeitraum hinaus ) und mit dem Leistungsprimat der Gesellschaft oftmals überfordert sind.

Immer stärker wird erkannt das neurologische Unterschiede wertvoller Ausdruck menschlicher Vielfalt sind. 

Dazu bietet die artfactory die Möglichkeit an relevante Themenfelder über kreative Interventionen und künstlerische Performance subjekt-bezogen zu arbeiten. 

 " wir arbeiten an dem noch nicht sichtbaren Anteil ....." und/oder mit Personen die aufgrund von besonderen mentalen oder psychischen Herausforderungen, wie auch Komorbitäten nicht entsprechend  oder nur zum Teil in der Lage sind sich selbst und die vorhandenen skills aktiv zu positionieren.

Die artfactory bietet auch einen Gestaltungsraum an für die Menschen die eine besondere Fähigkeit haben und die gleichwohl gefördert werden sollten. Wir denken da an Menschen die z.B. künstlerisch überaus aktiv arbeiten und für die mit ergänzenden finanziellen Leistungen eine grundlegende finanzielle Absicherung erreicht werden könnte ( respektive durch subjektfinanzierte Mittel eine lebenswerte Basis ermöglicht werden könnte ).

artfactorys bieten Raum für Entwicklungs- und Reifeprozesse in Kollaboration mit regionalen Netzwerkpartnern, ist dieses Model überall denkbar und kann von zeitlich limitierten Modulen, bis zu grösseren mehrjährigen Projekten realisiert werden.

Den einzelnen Personen kann so im subjektorientierten Ansatz Raum für den Aufbau von Selbstkompetenz ermöglicht werden, Verantwortung sich selbst und der Welt gegenüber ist hier entwickelbar, die eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen werden so gesteigert und individuell ausgerichtet.

 

artfactorys sind Gestaltungsorte, die es ermöglichen im individuellen Rahmen in die Gestaltungsprozesse einzutauchen (mögliche variable module: bildende Kunst, Illustration, Fotographie, Mediamatik, 3Druck, Drucktechniken, Rollenspiel,Musik,…. ) und damit den Teilnehmenden zu ermöglichen ihre eigentlichen creativen Treiber zu entdecken.

Es geht um Trainingsfelder in dem die kulturelle Entkoppelung von gesellschaftlichen Realitäten durch individuell  gestalter-ische Impulse wieder zu einer kulturellen Identität mit sich Selbst sowie mit dem gesellschaftlichen Kontext führt.

 

Dabei ist mit kulturelle Identität nicht die Anpassung an normative gesellschaftliche Verhältnisse zu verstehen, sondern in der Entdeckung der eigenen Potentiale und Fähigkeiten diese als Kompetenzen professionell sichtbar, einsetzbar und wirksam - bis produktiv werden zu lassen.

  

      

 

artfactory der Begriff

 

Im Begriff artfactory werden zwei Bedeutungen miteinander verbunden, die auf den ersten Blick miteinander kaum etwas zu tun haben.

 

Mit art wird ein Gestaltungprinzip aufgezeigt den joseph beuys in seinem erweiterten Kunstbegriff wie folgt umschreibt...

"jeder Mensch ist ein Künstler und somit auch sein eigener Souverän der selbstbestimmt und selbstverantwortlich sein Leben gestalten möchte."

Diese Aussage zeugt von einem Kraftpotential das jedem Menschen innewohnt und das es auszurichten gilt. art wird in seiner Bedeutung hier nicht als geschlossenes System im Sinne eines l'art pour l'art verstanden , sondern im Sinne von l'art pour l'homme die Gestaltungskraft des Einzelnen in das gesellschaftliche System einfliessen zu lassen und damit aktiv den gesellschaftlichen Wandel mit zu gestalten.

Der begriff factory schafft Assoziationen zu Themen wie Arbeit, Produktivität und nicht zuletzt zur Industrialisierung, die den Begriff factory zum Sinnbild des heutigen Leistungsprimates gemacht hat.

Gleichwohl waren factory's immer Sinnbild für Entwicklung, indem durch anderes Denken ein gesellschaftlicher Wandel herbeigeführt und wirksam wurde.

Historisch betrachtet ist mit dem Begriff der factory also immer Innovation und ein anderes Denken verbunden.

Die Verknüpfung im Begriff artfactory entspringt dem Blickwinkel auf eine gesellschaftliche Realität, die einer Vielzahl von Menschen im regulären Arbeitsmarkt (im Sinne des geforderten Leistungsprimates) keinen entsprechenden Arbeitsplatz anbieten kann. Gleichzeitig soll mit den artfactorys sichtbar gemacht werden, was für innovative und zukunftsweisende Ansätze es bereits gibt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

beratung I  workshop transformation  I  be inspired by art and neurodiversity

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